Die verschiedenen Dächer bei Gartenhäuser

Es gibt für Gartenhäuser genauso wie bei richtigen Häusern eine Vielzahl an möglichen Dachformen. Die meisten Gartenhäuser besitzen ein normales Sattelbach, wie man es auch von den meisten Häusern kennt. Dennoch wollen wir hier alle möglichen Dachformen von Gartenhäuser aus Holz vorstellen:

Das Satteldach

Ein normales SatteldachFür ein Gartenhaus ist ein klassisches Satteldach eine beliebte und praktische Dachform: Zwei geneigte Dachflächen treffen auf der höchsten Kante, dem Dachfirst aneinander und leiten den Regen wunderbar vom Gartenhaus weg. Je nach der persönlichen Neigung lässt sich die Dachneigung und die Traufhöhe des Satteldachs in unterschiedlichen Höhen gestalten. Während in regenreichen Gebieten das Dach steiler gebaut wird, damit der Regen gut und schnell abfließen kann, wird in schneereichen Regionen das Dach lieber flacher gebaut. So kommt der Schnee auf dem Dach nicht unkontrolliert ins Rutschen. Ein wesentlicher Vorteil des Satteldaches ist sein einfacher Aufbau und die rechtwinkligen und geraden Dachflächen. Es gibt keine Details, die einen hohen Arbeitsaufwand erfordern. Einen weiteren Vorteil bietet das Satteldach, wenn es eine genügend hohe Neigung hat: Dann lässt sich der Innenraum ausbauen und optimal beispielsweise für einen Schlafboden nutzen. Im senkrechten Giebel sind Fenster leicht einzubauen und somit bietet ein Satteldach dem Besitzer der Gartenhauses viele Möglichkeiten, es zusätzlich zu nutzen.

Das Flachdach

Kleines Gartenhaus mit FlachdachWenn ein Dach eine Neigung von höchstens zehn Grad aufweist, dann wird es als Flachdach bezeichnet. Ein modernes Flachdach ist ein sicherer Schutz vor der Witterung, pflegeleicht und langlebig. Hat das Gartenhaus einen rechteckigen Grundriss, lässt sich das Flachdach besonders leicht bauen. Je nachdem, ob das Gartenhaus in der kalten Jahreszeit genutzt werden soll oder nicht, unterscheidet sich der Aufbau des Flachdaches, welches normalerweise entweder als belüftetes Kaltdach oder als nicht belüftetes Warmdach ausgeführt wird. Auch bei einem Flachdach ist die Dachneigung wichtig, damit das Regenwasser ablaufen kann, sie ist nur wesentlich geringer, als bei den anderen Dachformen. Deswegen ist es wichtig, das Flachdach richtig abzudichten. Es darf sich weder das Wasser auf dem Dach stauen, noch Feuchtigkeit in die Unterkonstruktion geraten. Aus Folien oder anderen Isoliermaterialien entstehen wasserabweisende Schichten, welche den Regen vom Gartenhaus abhalten.

Das Pultdach

Wie bereits der Name verrät, sieht das Pultdach aus wie ein Pult und hat nur eine einzige geneigte Dachfläche. Bei diesem einfach zu konstruierenden Dach ist die obere Kante der Dachfirst und die untere die Dachtraufe. Ist hier eine Regenrinne befestigt, dann kann das Regenwasser zur Nutzung im Garten in eine Tonne geleitet werden. Damit das Gartenhaus sicher vor Regen, Wind und Schnee ist, neigt sich das Pultdach in den meisten Fällen zur Wetterseite. Wer das Pultdach geschickt auf dem Gebäude ausnutzen will, der kann darauf eine Solaranlage montieren.

Das Doppelpultdach

Mit einem Doppelpultdach wird ein normales Gartenhaus zu einem richtigen Designobjekt: Zwei Pultdächer werden entgegengesetzt auf das Dach gebaut, sie haben allerdings keinen gemeinsamen First, wie die Dachflächen beim Satteldach, sondern die Dachfirste sind versetzt angeordnet. Dadurch bieten sie eine kreative und individuelle Lösung und gestalten im Gartenhaus versetzte Wohnebenen. Mit einem Doppelpultdach sind die Fassaden gut vor Regen geschützt und eingebaute Dachfenster zwischen den unterschiedlichen Firsthöhen bieten luftige Weite.

Versetztes Halbtonnendach

Modell von einem TonnendachDas versetzte Halbtonnendach erinnert an ein Doppelpultdach, aber mit gekrümmten Dachflächen, welche in ihrer Form jeweils einer halben Tonne gleichen. Die Profile können jedoch auch in einer anderen Krümmung, wie Ellipsen oder Parabeln, vorkommen. Ohne Ecken und Kanten bietet das versetzte Halbtonnendach ein sanftes Bild, welches sich sehr gut in den Garten einpasst. Ein Tonnendach steht an beiden Seiten immer über, somit werden die Wände des Gartenhauses besonders gut vor Regen geschützt. Konstruiert wird ein solches Halbtonnendach entweder mit gekrümmten Stäben als Sparrenlage oder es wird ein Gewölbe aus Mauerwerk errichtet.

Tonnendach

Gartenhaus mit flachem Sechseck-DachWie eine halbe Tonne wölbt sich das Tonnendach über dem Gartenhaus aus Holz und bietet einen sicheren Schutz vor Regen, Wind und Schnee. Den Querschnitt dieser Dachform bildet ein Kreissegment mit gleichbleibendem Radius. Ein Tonnendach wird entweder mit Metall, wie Kupfer oder Titanzink gedeckt, aber auch Kunststoff oder Bitumen sind möglich. Ein Tonnendach ragt weit über die Wände und bietet somit ein weiches und organisches Bild. Neben seinen ästhetischen Vorteilen bietet ein Tonnendach auch wirtschaftliche Vorteile: Es hat ausgezeichnete energetische Werte.

Sechseckiges Zeltdach

 

Besitzt das Gartenhaus einen sechseckigen Grundriss, wie ein Pavillon, dann ist ein sechseckiges Zeltdach eine mögliche Dachform. Alle sechs Dachflächen, die jeweils ein Dreieck bilden, treffen sich an der Dachspitze, dem Firstpunkt. Alle Dachseiten sind gleichermaßen geneigt. Dieses sehr symmetrische Dach gibt dem Gartenhaus eine gewisse Behaglichkeit. Zeltdächer, allerdings viel steiler geneigt, werden oft auf Kirchtürmen gesetzt.


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